Interkulturelle Öffnung - Ein Gewinn für alle

Wie sicher alle Eltern bemerkt haben, liegt ein weiterer Schwerpunkt in unserer Kindergartenarbeit bei der interkulturellen Öffnung. Dieser Punkt wird immer wichtiger, weil in unserer Einrichtung die Weichen für die Entwicklung aller Kinder gestellt werden. Es ist wichtig, dass alle Kinder bis zum Schuleintritt die gleichen Grundlagen besitzen.

Hier unser Weg:
Nachdem wir in eigener Initiative und mit Anregungen unserer Geschichtenerzählerin Frau Palmen die ersten Schritte in diese Richtung gemacht haben, ist es uns nun gelungen, an einem Modellprojekt des Diözesan Caritasverbandes zur interkulturellen Öffnung teilzunehmen.

In einem Basisseminar am Samstag, den 18. März 2006, wird das Personal zu diesem Thema geschult und die Inhalte und der Verlauf des Projektes festgelegt.

Im ersten Grundsatzgespräch zum Modellprojekt „interkulturelle Öffnung“ ist es uns durch eine finanzielle Zuweisung gelungen, parallel noch ein Projekt zum Thema zu starten:

Die RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien im Kreis Aachen) bietet speziell für Kindergärten ein “Rucksackprojekt“ an.

Was heißt das?
Hier wird die Erziehungskompetenz der Zuwandererfamilien gestärkt. Bildlich gesprochen wird ein Rucksack fürs Leben gepackt. Die türkische und deutsche Sprache wird vermittelt. Der Kurs zum Projekt wird von Frau Palmen geleitet. Sie arbeitet einmal in der Woche mit türkischen Müttern. Hier werden in türkischer Sprache verschiedene Themen besprochen z.B. die Jahreszeiten, der Tagesablauf usw.

Zu diesen Themenblöcken wird auch gebastelt, gelesen, gesungen. Anschließend bekommen die Mütter den Auftrag, das Erarbeitete mit den Kindern zu Hause umzusetzen. Gleichzeitig werden die Erzieherinnen all diese Punkte mit den Kindern in der deutschen Sprache erarbeiten.

Ein weiterer Schritt:
Vorab bieten wir für unsere türkischen Kinder aber schon einen Deutschsprachkurs der VHS an, den die Eltern selber bezahlen. In 14 Einheiten sollen die Kinder die Grundlage der deutschen Sprache erlernen.

Schon auf dem Weg:
Wichtig bei all diesen Bemühungen ist es, den Kontakt aller Eltern untereinander zu fördern.
Hier sind die Begegnungsnachmittage die richtige Grundlage, den Kontakt zu fördern. Wichtig ist, dass alle Mütter bereit sind aufeinander zuzugehen, um gemeinsam für ihre Kinder, die gleichen Grundlagen für den Start ins weitere Leben zu schaffen.

Bisher fanden schon eine ganze Reihe Begegnungsnachmittage statt. Diese Treffen stehen immer unter einem besonderen Thema z.B. bereiteten türkische und deutsche Mütter Lahmacun (türkische Pizza) zu. Ein anders Mal gab es Karnevalsgebäck (Muzenmandeln). Es wurde ein deutsch-türkisches Buffet errichtet und ein Zuckerfest gefeiert. Im "Eiscafe el Bambino" haben die Kinder eigene Eiskreationen gestaltet und diese nach Herzenslust geschlemmt. Im Dezember werden Weihnachtsplätzchen gebacken. Die Zubereitung albanischer und marokkanischer Spezialitäten geschieht in Gemeinschaftsarbeit. Mittlerweile gehören diese Nachmittage zum festen Bestandteil unserer Arbeit.Der Kontakt zwischen den verschiedenen Nationalitäten hat sich positiv entwickelt, so dass auch neu hinzugekommene Mütter sofort herzlich in diesen Kreis aufgenommen werden.

Ein Begnungsnachmittag fand am 31. Oktober 2007 um 14:00 Uhr im Jugendheim statt.

Unter der Anleitung von Frau Bouziani  werden wir gemeinsam die Spezialität Kuskus zubereiten und diesen anschließend auf  typisch marokkanischer Art genießen. Neugierig geworden? Dann kommen sie doch und genießen sie den Nachmittag mit uns gemeinsam. Selbstverständlich werden ihre Kinder im Kindergarten betreut.


   
 
 
     
Frau Bouziani beim Kochen.

   
 
 
     
Gemeinsames Essen.

   
 
 
     
Genießen auf typisch marokanische Art.
   
 
 
     
Frau Arif in traditioneller Kleidung.

Der nächste Begnungsnachmittag findet am 16. Januar 2008 um 14:00 Uhr im Jugendheim statt. Frau Menniken-Rother lädt zum Reibekuchenessen ein.