Lachwichteltag

Am 18. Mai 2006 fand der Tag der Lachwichtel im Kindergarten statt. Dieser Tag war so toll, dass soager die Aachener Zeitung folgendes geschrieben hat:

Red, der Rotschwanzbussard, nahm seine Aufgabe wohl nicht so ganz ernst. Anstatt bei einer Flugschauvorführung imKindergarten St. Mariä Empfängnis den kleinen Zuschauern Flugkunsstücke zu zeigen, setzte er sich schon nach wenigen Augenblicken in eine benachbarte Wiese ab - wo er auch ersteinmal blieb. "Er wird dort eine Maus oder Ratte gesichtet haben, die er sich nun holen will", vermutet Markus Hammers.
Zum "Lachwichteltag" war der Falkner von Burg Satzvey mit vier Greifvögeln nach Mariadorf gekommen. Den Aktionstag hat ein Babynahrungshersteller ins Leben gerufen: "Interessierte Kindergärten können sich an der Aktion beteiligen,indem sie ein besonderes Ereignis veranstalten und dabei Spenden sammeln. Die kommen der Arbeit von Krankenhausclowns zugute", erklärt Kindergartenleiter Elisabeth Claus, "und ein Falkner ist mal was anderes als ein Zauberer oder Kasperlespieler." Das sahen die KInder auch so: Fast völlig sprachlos verfolgten sie, wie Markus Hammers in ihrem Spielgarten einen Parcours für die Vögel aufbaute. "Ich hätte nicht gedacht, dass der MAnn so viele Vögel hat", wundert sich Noah. Vier Greifvögel waren es insgesamt, die die Kinder faszinierten. "Nachdem Luchs und Wolf aus unseren Gefilden grötenteils verschwunden sind, übernehmen die Greifvögel deren Aufgabe, den Wildtierbestand mitzukontrollieren", erläutert Hammers.
Geduldig ließen die Vögel alles über sich ergehen, und das, obwohl die einstündige Autofahrt sie bereits gestresst hatte. Die kleine Angelina zeigte sich mutig: Ausgerüstet mit einem dicken Lederhandschuh, ließ sie Wüstenbussard Sancho auf ihrem Arm PLatz nehmen. "Der hat da was gefressen, ein totes Küken, das war ekelig, aber trotzdem ganz schön weich", ist die Fünfjährige beeindruckt.
Auch Erwachsene durften Sancho halten, aber das die nicht somutig waren, darüber waren sich Angelina und ihr Freund Philipp einig. Bis zu 320 Stundenkilometer erreichen Falken im Sturzflug.70 Prozent der Greifvögel sind Aasfresser, "deshalb sieht man besonders viele von ihnen an Straßenrändern, dort lauern sie darauf,dass die Menschen mit ihren Autos andere Tiere überfahren, denn für die Greifer ist dann der Mittagstisch gedeckt", weiß Hammers.
Ob Ausreißer Red sein Mittagessen in den Nachbarsgärten tatsächlich gefunden hat, musste offen bleiben,denn als dieser schließlich zurückkehrte, verzichtete er nicht auf ein eigenes Küken zur Belohnung.