Ein märchenhaftes Sommerfest 2007

Ein Rückblick vom Kasperle persönlich:
Samstag – 02.06.2007 – 19.00 Uhr im Haus der Großmutter
Tri tra trullala der Kasperle ist wieder da!
Hallo Großmutter.
Hallo Kasperle, wo warst du denn so lange?
Na, das kann ich dir erzählen, ich habe einen schönen und abenteuerlichen Nachmittag verbracht.
Ich schlendere so durch Mariadorf, da höre ich die Glocken läuten. Nanu denke ich, zehn vor Zwei, wer will da wohl den lieben Gott besuchen? Neugierig wie ich bin, betrat ich die Kirche St. Marien. Viele Leute saßen schon in den Bänken. Kaum hatte ich Platz genommen, da kamen auch schon jede Menge Kindergartenkinder in die Kirche, sie trugen Blumen in den Händen und zum Schluss schritt würdig der Herr Pastor hinein. Am Altar stellten die Kinder die Blumen in eine Vase  und sie durften oben beim Herrn Pastor sitzen.
Schon ging es los. Die Kinder sangen ein Lied, der Herr Pastor begrüßte die Besucher, die Schulkinder wurden verabschiedet, die neuen Kinder begrüßt, die Fürbitten gesprochen und immer wieder sangen die Kinder ein fröhliches Lied. Das war schön. Kaum war der Gottesdienst zu Ende stand vor dem Kindergarten ein großer Stuhlkreis. Die Kinder setzten sich und langsam schritten fünf gewandete Gestalten in den Kreis. Wenn ich  mich nicht irre waren es Rittersleut. Zwei von denen kannte ich. Ein Mädel, das war Dornröschen und einen jungen Mann,  das war der Drachentöter. Eine Frau im bunten Kleid sang zuerst ein gruseliges Lied und dann ein lustiges, da konnten wir mitsingen. Dann haben zwei der Mädels Schnüre ausgepackt, an denen hingen Säckchen und daran waren bunte Bänder festgemacht.
Dann ging es aber los Die Mädels ließen an jeder Hand  die Schnüre im Kreis sausen, immer rundherum, so schnell, als wenn die Hexe Krummnase auf ihren Besen reitet. 

   
 
 
     

Danach waren wir vom zugucken schon außer Puste. Eine Pause musste sein.
Ich entdeckte ein Märchenbuch und legte es mitten in den Stuhlkreis. Vor dem Lesen wollte ich aber zuerst eine Limonade trinken und in der Cafeteria ein Stück Kuchen essen. Die Limo war schnell bestellt aber welchen der schönen Märchentorten sollte ich probieren? Ich entschied mit für die Schneewittchentorte. Als ich zurückkam war das Buch verschwunden. Ich schaute verwundert auf und merkte, dass alle Kinder wieder im Kreis saßen. Ich fragte die Kinder ob sie eine Ahnung hätten, wo das Buch abgeblieben wäre. Und was glaubst du Großmutter? Die Kinder sagten, der Rabe Zacharias habe das Buch gestohlen und es mit auf sein Zauberschloss genommen. Oh, wie waren die Kinder sauer, und ich war noch viel saurer. Aber ich hatte wie immer eine gute Idee. Ich fragte die Kinder, ob sie mit mir zusammen zum Zauberschloss  reisen würden, um das Buch zu holen. Alle riefen „Ja“ und schon reisten wir ab. Einen Haken hatte die Sache noch, da das Schloss im Zauberwald stand mussten wir uns erst selbst verzaubern um es überhaupt zu finden. Aber mit der magischen Zahl Sieben ging alles ganz schnell. Sieben Mal gesprungen, sieben Mal gedreht, sieben Mal was anderes gemacht, standen wir schwups vor dem Märchenschloss. Wie wild habe ich am Zugbrückentor geklopft – nichts- dann haben die Kinder ganz laut den Zacharias gerufen. Erschrocken zeigte er sich auf dem Schlossdach. Wir forderten das Märchenbuch. Zacharias meinte wir sollten lieber in die Flimmerkiste schauen. Nein hab ich geschrieen, ich höre lieber Märchen und die Kinder auch.
Das müsst ihr erst beweisen, schrie er zurück und stellte uns eine Aufgabe. Wir mussten im Schloss Gegenstände finden und sie einem Märchen zuordnen. Viele Sachen haben wir gefunden: Eine Rose für Dornröschen, einen Schuh für Schneewittchen, einen Wackerstein für den Wolf und die sieben Geißlein. Großmutter, ich könnte bis in die Nacht weiter aufzählen, aber das tollste kommt noch, die Kinder vom Kindergarten konnten dem Zacharias einige Märchen sogar vorspielen. Die Löwenzahnkinder spielten Dornröschen, die Sonnenblumenkinder Hänsel und Gretel und die Gänseblümchenkinder Schneewittchen und die sieben Zwerge.
   
 
 
     
Da habe ich sogar Bauklötze gestaunt. Bei jeder richtigen Antwort gab es eine Märchenkarte, die wir an das Schloss klebten. So verwandelte sich das Zauberschloss in ein Märchenschloss und der Zauberer musste sich geschlagen geben. Er gab uns das Buch und weil wir wirklich alles gewusst haben, schenkte er uns eine Schatztruhe. Die durften wir aber erst  zuhause aufmachen. Mit der magischen Sieben haben wir die Rückreise schnell geschafft. Voller Spannung öffneten wir dann die Schatztruhe, darin war für jedes Kind eine tolle Überraschung. Nach diesem Abenteuer waren wir alle geschafft. Ich habe mich dann von den Kindern verabschiedet um zu dir zu kommen.
War das nicht ein toller Nachmittag liebe Großmutter?